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Soziokratie – Eine kompakte Einführung in das innovativste Organisationsmodell unserer Zeit 


Termin Details


Nach wie vor scheitern 1/3 der IT Projekte komplett, ein weiteres 1/3 schließt mit überzogenem Budget oder verzögert ab. Die Ursachen liegen lt. Analysten in der fachlichen Inkompetenz, der hohen Komplexität, mangelhaftem Projektmanagement, der Selbstüberschätzung,… – oft kommt ein „failed“ doch auch zustande, weil die notwendigen „soft skills“ in den Projekten fehlen.

„soft skills“ – offensichtlich wichtig, aber was ist das nun genau? Obwohl der Begriff heute wohl in allen Projekten vorkommt, so gibt es doch hinsichtlich seiner Bedeutung viele offene Fragen. Warum aber auch nicht? „Soft“ gilt ja nicht gerade als „leistungs- und zielorientiert“, nicht als „tough“ und „erfolgssichernd“, lässt an Warmduscher und Grünteetrinker denken, mit denen erfolgreiche Softwaretester nichts zu tun haben wollen: Unsere Welt sind doch Zahlen, Daten, Fakten, destruktiver Ansatz, Defektkurve – alles „knallharte“ Wörter, die so gar keine einen Analogie zu „soft“ haben… .

Tja, und hier setzen wir mit diesem Expertentreff an: Richtig verstanden dreht’s sich bei „soft skills“ darum, sich selbst oder andere zu motivieren und im Team ein (Projekt)Ziel zu erreichen. Wichtig für alle Projekte, die mit Menschen zu tun haben → ganz klar, also für alle Projekte!

Für den ersten ATB Expertentreff konnte ich Günter Strobl, geschäftsführender Gesellschafter von „DOCK12 – Offene Gesellschaft für menschengerechte Innovation“ (http://www.dock12.org) gewinnen: Er wird im Rahmen seines Impulsreferats „Soziokratie – das innovativste Organisationsmodell unserer Zeit“ über Kooperation, Mitverantwortung, strukturelle Förderung von Beteiligungen und über das schlummernde Potential zur Selbstorganisation sprechen. Harte Fakten über das Formbare („softe“ ?) im Projekt.

Im Anschluss werden Vortragsinhalt und weiteres zu „soft skills“ moderiert diskutiert. Günter Strobl wird durch Vera Stepan, Mitarbeiterin von DOCK12, verstärkt. Weiters konnten wir Fr. Mag. Karin Schmitzer, Leiterin Human Resources bei ANECON GmbH, gewinnen.

Vortrag: Soziokratie – Eine kompakte Einführung in das innovativste Organisationsmodell unserer Zeit

[dt_quote type=“pullquote“ layout=“left“ font_size=“big“ animation=“none“ size=“1″]“Glücklicherweise haben nicht alle Chefs
das Zeug zu einem Tyrannen,
aber nichts hindert sie formell daran,
sich als solcher aufzuführen.“
aus: Die Kraft der Gruppe (Barbara Zbinden, Gilles Charest)[/dt_quote]

Klassische Macht- und Entscheidungssysteme produzieren stets Verlierer. Die Soziokratie nutzt das Informationspotenzial aller Beteiligten – wobei Kritiker wichtige Impulsgeber sind – und lenkt deren Wissen in konstruktive Lösungen um.

Soziokratie ist ein Managementmodell das Menschen dabei unterstützt ihre gemeinsamen Ziele zu erreichen. Es werden Kooperation, Mitverantwortung und Beteiligung strukturell gefördert. Soziokratie wirkt stark vertrauensbildend und schafft auf diese Weise Wachstum und Verbundenheit. „Zwei Grundbedürfnisse nach denen wir uns sehnen“, wie der Neurobiologie Gerald Hüther meint.

Durch die Soziokratie wird das in allen Gruppen schlummernde Potenzial zur Selbstorganisation gehoben. Es ist damit das erste tatsächlich nachhaltige Modell zur Gestaltung von Zusammenarbeit – von der Familie über Teams und Organisationen bis hin zu großen Gemeinschaften – mit einem in der Praxis erprobten Management-Methodenset.

Referent: Günter Strobl

Günter Strobl gehört zu den Protagonisten in Österreich zum Thema Soziokratie und stellt in einem kompakten Vortrag die Grundlagen der Soziokratischen Kreis-Methode (SKM) vor.

Er ist geschäftsführender Gesellschafter von „DOCK12 – Offene Gesellschaft für menschengerechte Innovation“ (http://www.dock12.org), die sich selbst vollständig soziokratisch organisiert. Im November 2013 hat er das Soziokratie Zentrum Österreich mitbegründet. Davor war er Manager bei Raiffeisen, Leiter des Competence Centers für Prozessmanagement & Organisation beim Stuttgarter Unternehmensberater Horváth & Partners sowie Controller im Österreichischen Rundfunk (ORF). Seine Karriere führte ihn auch in Unternehmen wie Philips oder die OMV. Günter Strobl hat sich auch in den unterschiedlichsten NPO’s engagiert: So hat er 1996 die Regenbogenparade mitbegründet, sich später bei den Wiener Grünen engagiert und ist derzeit dabei eine Grätzelinitiative im Fasanviertel im 3. Bezirk zu formieren.

Der studierte Betriebswirt (WU Wien 1991 – 1996) kennt aus seiner über 20-jährigen Laufbahn zahlreiche Unternehmen auch aus der Innenperspektive und damit die fundamentalen Veränderungsbedarfe in vielen Organisationen.

Im Gespräch

  • Günter Strobl (DOCK12)
  • Vera Stepan (DOCK12)
  • Karin Schmitzer (ANECON)

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