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DevOps – eine Geschichte voller Missverständnisse 

 22. Juni 2021

Richard Seidl

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DevOps – eine Geschichte voller Missverständnisse

von
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Diesmal geht’s um DevOps > lt. Wiki ein Prozessverbesserungsansatz durch den Zusammenschluss von Entwicklung (Development) und Betrieb (IT Operations). Die Ziele sind: Verbesserung der Qualität der Software, Erhöhung der Geschwindigkeit von Entwicklung und Auslieferung sowie eine besseres Miteinander von zumindest zwei Teams. Unter uns: Klingt wie eine Neuauflage von Bullshit-Bingo (> https://de.wikipedia.org/wiki/Buzzword-Bingo ), all diese Zielvorstellungen haben wir alle schon sicher mehrfach gehört. Es erklärt auch, warum das quasi jeder haben will… .

In wie weit betrifft das uns Tester? Nun, Q-Verbesserung bei Code, Build & Test gehören zu unseren Core-Disziplinen. Automationen durch Toolchains (Docker, Jenkins, Ansible und Co) betreffen uns laufend (Packaging, Release, Configuration). Monitoring selbst macht klar, wie die Lösungen im Betrieb wirklich laufen… . Dh. aus meiner Sicht: 100% Testing Aufgaben bzw. Input, da können wir nicht wegsehen!

Mit Andreas de Pretis haben wir einen der DevOps Evangelisten für den Expertentreff verpflichten können, der aufzeigen wird, was in der Praxis hinter diesen Schlagwörtern steht und was die Voraussetzungen für echtes DevOps sind.

Im Anschluss werden Vortragsinhalt und Thema moderiert diskutiert. Und was gibt es Besseres als ein Echt-Beispiel? Erweitert wird die Expertenrunde daher durch einen DevOps-Praktiker aus dem Umfeld von Univ.Prof. Dr. Gustaf Neumann. Prof. Neumann betreibt mit dem E-Learning-System der Wirtschaftsuni Wien eine Real-Implementierung auf DevOps-Basis. Was wie warum funktioniert und welche Herausforderungen bei der Realisierung dieses Prozessansatzes notwendig waren und sind, kann im Rahmen der Diskussionsrunde weiter detailliert werden.

Vortrag: DevOps – eine Geschichte voller Missverständnisse

Der Begriff “DevOps” ist seit geraumer Zeit in aller Munde. „DevOps-Engineers“ werden am Arbeitsmarkt händeringend gesucht, „DevOps-Teams“ zusammengestellt, „DevOps-Zertifizierungen” sprießen aus dem Boden und wieder einmal erhoffen sich viele Unternehmen, damit endlich den Heiligen Gral gefunden zu haben. Dabei wird vor allem über Infrastruktur, Automatisierung, neue Architektur-Modelle und natürlich Docker gesprochen. Vor allem letzteres, Docker, wird dabei für DevOps die gleiche Rolle zuteil die JIRA (traurigerweise) in Unternehmen fallweise bis heute innehat – wer kennt das nicht: „wir verwenden JIRA, also sind wir agil!”. In diesem Sinne wird mit der Ansage “wir verwenden Docker, also machen wir DevOps” unterschlagen, dass es sich bei DevOps vor allem um ein Mindset, ein Grassroot-Movement, um ein weiteres, signifikantes Puzzlestück einer agilen Unternehmenskultur/-transformation handelt.

DevOps ist Agile, Agile ist DevOps, das eine kann sich ohne das andere nicht vollumfänglich entfalten. Noch mehr als bei agilen Frameworks wie Scrum oder Kanban kommt hier zu tragen, dass die Priorität immer auf Menschen vor Prozessen vor Tools gelegt ist. DevOps ist kein Prozess, kein Framework, keine Rolle, kein Job-Title – DevOps ist ein Mindset, sind Best/Common Practices, die auf agilen Schultern stehen und – natürlich – unter anderem mit Unterstützung von Technologie und Architektur-Modellen versuchen, die letzten Barrieren in Unternehmen einzureißen. DevOps ist aus meiner Sicht der Schlußstein in der Konstruktion agiler Organisationen.

In meinem Vortrag lade ich die Teilnehmer des ATB Expertentreffs dazu ein, mit mir die Geschichte und Entwicklung des DevOps-Movements zu durchleuchten, Missverständnisse aufzuklären, mehr über konkrete Ansätze und Common Practices zu erfahren und mich auch auf den ein oder anderen Ausflug in die technischen Aspekte von DevOps zu begleiten. Mitnehmen können Sie sowohl Impulse für Ihr eigenes Unternehmen sowie ein schärferes Bild zu DevOps.

Referent: Andreas de Pretis

.. als Entwickler, Systemadministrator/Ops, Projektmanager, ScrumMaster und Product Owner, bis hin zur Gründung des eigenen Unternehmens und zur Führung und Beratung agiler Entwicklungsteams, hat Andreas de Pretis in seinen 19 Berufsjahren bereits viele Seiten der IT-Branche erlebt und in den jeweiligen Unternehmen mit gestaltet. Andreas ist Mitgründer und Geschäftsführer der 25th-floor GmbH, zählt zu den ersten zertifizierten ScrumMastern in Österreich (2004) und setzt sich intensiv mit agilen Entwicklungsmethoden, agilen Teams und deren Weiterentwicklung auseinander.

Seine umfassenden Erfahrungen in den diversen Disziplinen und seine Leidenschaft als IT-Allrounder spielt Andreas vor allem bei der ganzheitlichen Betrachtung von IT-Projekten aus – über den rein technischen Fokus hinaus. Andreas lebt agile Prinzipien und DevOps aus tiefster Überzeugung. Teams zur Selbstorganisation zu führen, die technischen Rahmenbedingungen für Entwicklung und Betrieb zu schaffen und Barrieren zwischen den einzelnen IT-Disziplinen und Silos einzureißen treiben ihn besonders an. Aktuell beschäftigt er sich besonders intensiv mit den Themen Developer Experience, Development Environments, Delivery Pipelines, Docker, Dev-Prod-Parity und Skalierung.

Downloads

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Date And Time

2017-09-20 @ 17:30 to
2017-09-20 @ 21:00
 

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